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Fischsterben in Thailand

16. Oktober 2011
Flutkatastrophe in Thailand
verursacht Fischsterben

Millionen tote Fische werden an den Strand gespült






Tote Fische Strand Cha-Am

Nach Monaten extremen Regens durch den viel zu starken sommerlichen Süd-West-Monsun sind die thailändischen Provinzen Pathum Thani, Nakhon Sawan und Ayutthaya überflutet. Bangkok steht auch vor einer eventuellen Überschwemmung. Etwa 300 Menschen sind bisher direkt an der Naturkatastrophe gestorben.

Die Flutmassen von Nordthailand strömen durch die Flüsse Richtung Golf von Thailand. Da die Flussbecken die Massen an Wasser nicht bewältigen können, treten die Flüsse über die Ufer und überschwemmen nicht nur Wohn- und Ackerland, sondern auch riesige Industriezentren, die in Küstennähe angesiedelt sind. Offiziell wird von keinem Chemieunfall gesprochen, doch das gewaltige Fischsterben, was nun millionen von Fischen an die einst so weißen und reinen Strände von Cha-Am spült, kann auch auf Chemikalien deuten.

Fakt ist jedenfalls, dass durch die Massen an Regenwasser der Salzgehalt vom Golf von Thailand geringer wird und somit viele Wassertiere nicht mehr in dem Brackwasser leben können.

Fischsterben in Thailand

Millionen exotischer Fische liegen am Strand und verfaulen langsam. Die Küstenstraße von Cha-Am ist mit einem extremen Fischgeruch überzogen.

Es pilgern nun viele arme Menschen zum Strand, um die qualvoll verendeten Fische am Strand aufzusammeln, um sie zu kochen, zu pökeln und zu verarbeiten. Viele von Ihnen sind einfache Arbeiter, die kiloweise Fisch sammeln, um ihn an Freunde, Verwandte und Arbeitskollegen zu verteilen. Denn Fisch ist teuer in Thailand und eine Delikatesse.

Unser Cha-Am Team besteht nicht aus Naturwissenschaftlern und nicht aus Ärzten, wir können auch keine Wasserproben analysieren. Fakt ist allerdings, dass Fabriken überflutet wurden und die Strömung vom Golf von Thailand direkt nach Cha-Am zieht und dass ein gewaltiges Fischsterben eingesetzt hat.
Unser Erachtens ist kann es gesundheitsgefährdend sein, diese Fische zu essen. Von der Regierung oder der Stadt Cha-Am kommen leider keinerlei Informationen.

Nagelrochen und Muräne


Für eine Großansicht bitte auf das jeweilige Bild klicken!


Bunte tote Fische am Strand von Cha-Am, soweit das Auge reicht
 
Gefährlich, selbst wenn sie schon tot sind: Nagelrochen
Der Sandstrand von Cha-Am gleicht einem riesigen Friedhof
Elendig verendete Fische werden von der Flut angespült
 
 
 
 
Auch Einsiedlerkrebse mussten ihr Leben lassen
Toter Einsidlerkrebs
Exotische Fische verenden qualvoll in der Sonne
 
Seltene Krebse und Kugelfische streben am Strand
Stolz zeigt uns Noi ihr morgiges Mittagessen: Einen kleinen Hai
Noi arbeitet auf einer Baustelle als Leiharbeiter.
Sie sammelt nun kiloweise tote Fische vom Strand für ihre Arbeitskollegen
Kinder spielen unbeirrt zwischen toten Fischen und Nagelrochen am Strand
Das Fischsterben in Thailand wird von den Medien nicht erwähnt
Alleine am Strand von Cha-Am liegen Millionen verendeter Fische
Nat (9) hilft seiner Großmutter, die verendeten Fische einzusammeln
 
 
Auch Mali (68) und Nat (9) sind schon seit Stunden am Strand und sammeln tote Fische. Mali ist zu alt zum Arbeiten und kann sich und Nat nur noch mit kleinen Hilfsarbeiten versorgen, denn sie bekommt keine Rente. Die Eltern von Nat sind schon früh bei einem Verkehrsunfall gestorben, so dass Nat bei seiner Großmutter aufwächst. Beide sind heute überglücklich, denn sie wollen den Fisch in Salz einlegen, damit sie ihn noch in Wochen genießen können.
 
 
 
Stolz zeigt und Mali ihre Beute. Die Fische werden filetiert und anschließend gekocht
 
 


Eine Auswirkung der Flutkatastrophe in Thailand. Soweit das Auge reicht,
liegen tote Fische an dem einst so reinen Strand von Cha-Am.



Zwischen Plastikmüll und angespülten Pflanzenteilen liegen die toten, einst schönen Fische


Die Flutkatastrophe dürfte innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen mit Glück zu Ende sein und somit auch die Verunreinigung des Wassers.

Wir empfehlen Ihnen, in den nächsten zwei Wochen zu Ihrer eigenen Sicherheit das Meer zu meiden, da auch viel Unrat herumschwimmt und in dieser Zeit möglichst keinen Fisch zu essen.

In wenigen Wochen dürfte sich die Lage wieder neutralisiert haben und die Wasserqualität und die Strände sind wieder so rein und so traumhaft, wie sie vorher waren.



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